Tibhar Alexis Lebrun ALL+ - Tolles Vollholz
Die deutsche Firma Tibhar ist bekannt für hochklassige Produkte. So auch bei den Hölzern: Mit dem
Tibhar Alexis Lebrun ALL+ steht ein Vollholz (heißt ohne synthetische Furniere/Schichten) zur Verfügung, welches aus
5 Schichten bestehend etwa
85 g auf die Waage bringt. Somit ist es leichtgängig, aber eben auch nicht zu leicht. Hinsichtlich der Spiel-Eignung verrät der Name bereits alles: Wir haben hier ein
Allroundholz mit offensiven Nuancen (ALL+). Dies heißt, es herrschen stets eine sehr gute Kontrolle und ein tolles Feedback, allerdings sind auch aktive, druckvollere und direkte Schläge möglich. Dies wird u.a. durch einen knackigen Anschlag realisiert. Zusammengefasst ist dieses Holz also sehr
variabel und flexibel einsetzbar - ideal für offensiv ausgelegte Allrounder.
Hinzu kommen auch
schöne und ansprechende optische Eigenschaften. Der Griff wirkt mit seiner orange-schwarz-weißen Farbgestaltung erfrischend und "keck", was zu dem Charakter des Holzes sehr gut passt (verfügbare Griffe: konkav, gerade, anatomisch).
Die Furniere des Alexis Lebrun ALL+ im Detail
Wie sicher viele von euch wissen, hängen die
Spieleigenschaften direkt und unmittelbar von den eingesetzten Materialien des Holzes ab. Im Falle des Alexis Lebrun ALL+ sind dies alles Naturhölzer. Die Dicke beträgt 6 mm, die eingesetzten Furniere sind Kiri (3,2 mm), Ayous (0,8 mm) und Limba (0,6 mm, Deckfurnier). Schauen wir uns diese einmal genauer an.
Der Kern dieses Holzes besteht aus
Kiri. Kiri, auch Blauglockenbaum genannt, ist in Zentral- und Westchina beheimatet. Die Bäume werden ca 15 m hoch und gedeihen auch in Mitteleuropa. Kiri-Holz ist sehr leicht (Dichte 300 kg/m
3), wenig steif (E-Modul 4.400 N/mm
2) und relativ weich (Janka-Härte 250). Daraus lässt sich bereits sehr gut erkennen, dass Kiri ein Allroundspiel, bestehend aus
viel Kontrolle und Feeback, sehr gut unterstützt. Dennoch sei anzumerken, dass Kiri schwerer und härter als Balsa ist, somit also im Vergleich zu Balsa-Kernen einen Hauch offensiver agiert.
Ayous, auch bekannt als Abachi, wächst als bis zu 50 m hoher Baum in tropischen Gebieten Westafrikas. Das Holz ist leicht (350 kg/m
3) und weist eine mittlere Härte auf (Janka: 430), ist aber weniger steif (E-Modul: 6.800 N/mm
2) als z.B. Limba. Ayous ist bekannt für seine
sehr guten Spieleigenschaften, es unterstützt eine kontroll-optimierte Ausrichtung mit einem hohen Maß an Feedback. Allerdings erlaubt es durch die mittlere Härte auch offensivere Spielzüge.
Das Deckfurnier bildet schließlich
Limba. Dieses Holz wächst ursprünglich in tropischen Gebieten südlich des Äquators und bildet bis zu 45 m hohe Bäume. Es ist als Nutzholz sehr beliebt und ist mittelschwer (Dichte 520 kg/m
3) sowie mittel-hart (Janka-Härte 430). Darüber hinaus ist es recht steif und fest (E-Modul ca. 9.500 N/mm
2). Daraus lässt sich erkennen, dass dieses Deckfurnier durchaus
offensive Spielzüge ermöglicht. Je härter und schwerer das Holz, desto offensiver kann es agieren. Limba ist im Speziellen als schnelles, aber nicht federndes, Topspinholz bekannt, besonders in Europa. Dabei ist aber dennoch die
Kontrolle gut ausgebildet.